Im Zug unterwegs

Geschichten vom Bahnfahren

ICE-Menschen

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Mitmenschen im ICE nach Frankfurt sind immer wieder eine Überraschung, zumal in der familiären Atmosphäre eines Sechser-Abteils. Drei dynamische Damen im Gespräch: “Ein Möhrchen zum Abendbrot reicht mir.” “Ich brauch zwei Becher Kaffee und drei Zigaretten zum Frühstück.” “Ich habe gestern ein Viertel Paprika eingefroren. Da hab ich Sonntag noch eine Gemüsepfanne zuhaus.” “In Nagelstudios arbeiten nur schlecht ausgebildete Personen.” “Ich wohne in Frankfurt im Hotel Hamburger Hof. Ich dachte, das klingt nach Heimat.”

In Hannover kommt der hessische Geschäftsmann mit reichlich Gepäck. Ein Gepäck-Stück fällt von der Ablage – auf eine der drei dynamischen Damen. Der Herr: “Darf ich Ihnen eine Salbe anbieten, die ich auf Reisen immer dabei habe, weil man sich dabei immer einmal verletzen kann. Ich hole Ihnen Eiswürfel aus dem Bistro.”

Schließlich noch der vietnamesische Loi, der seit sechs Wochen in Hamburg lebt. “Als Ingenieur für Schiffsbau finde ich in Frankfurt keinen Job. Im Juni gehe ich nach Shanghai – Chinesisch ist für mich einfacher als deutsch.”

Und der blinde PR’ler auf dem Weg zum Seminar: “Mein Handy spricht. Mein PC auch…”

Das Posting ist ursprünglich hier erschienen.

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