Im Zug unterwegs

Geschichten vom Bahnfahren

Setup 18 – Sascha Pfeiffer

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1. Wer bist Du, was machst Du und wo haben wir uns das erste mal kennengelernt?

Ich bin Sascha Pfeiffer und Social Media Manager für die expert AG in Hannover. Dort baue ich grade das Thema vom Fundament aus auf. Nebenbei bin ich häufig auch als Speaker unterwegs und Besuche unsere einzelnen Fachmärkte und Gesellschafter auch vor Ort.

Kennen gelernt haben wir uns wohl bei einem Barcamp. Und wenn ich raten müsste, würde ich auf das CommunityCamp in Berlin tippen. So sicher bin ich mir da aber nicht mehr.

 2. Welche Bahncard hast Du oder welches Ticket nutzt Du meistens?

Ich bin im glücklichen Besitz der BahnCard 100 2. Klasse. Daher erledigt sich für mich zum Glück der lästige Ticketkauf und ich bin flexibel.

 3. Wie oft fährst Du Bahn und welche Züge nutzt Du?

Es gibt Wochen wie diese, wo ich eigentlich nur einmal fahre. Meist nach Hamburg, Berlin, Frankfurt oder die Heimat nahe Köln. Aber wiederrum kommt es auch vor, dass ich von Montag bis Sonntag schon mal Streckenkilometer von Berlin nach Moskau zurücklege.

 4. Platzreservierung oder Risiko?

Risiko! Und ich würde mal behaupten, dass das gar kein so großes Risiko ist. Man muss nur einige Tricks kennen. Das große Kinderabteil in der Nähe des Bordrestaurants ist zum Beispiel so ein Tipp. Oft frei und selten genutzt. Ich hab noch bei keiner Bahnfahrt gestanden.

 5. Was hast Du meistens bei Deinen Bahnfahrten dabei?

Das hängt auch von dem Zielort und den weiteren Plänen ab. Mit leichtem Gepäck nur meine iPhones und das iPad. Die reichen vollkommen. Wenn es aber längere Reisen sind, schon einmal gerne einen großen Koffer mit Sachen für eine ganze Woche, zwei Laptops, hunderte Ladekabel und Zeitschriften. Apropos Ladekabel, das ist sowieso das wichtigste. Oft sind die Steckdosen im Zug die einzigen, die an einem Tag lang genug erreichbar sind.

 6. Wie vertreibst Du Dir die Zeit im Zug?

Entweder lese ich in Blogs oder in Zeitschriften. Nur sehr sehr selten ein Buch. Das lässt sich für mich so schwer mit der Ankunft timen. Meist hat man dann nur die Wahl 30 Minuten nichts zu tun oder doch noch zu versuchen das vorletzte Kapitel reinzudrücken. Daneben höre ich natürlich wie wohl jeder andere gerne Musik und schaue aus dem Fenster. Kreativarbeit sozusagen.

 7. Was ist für Dich die perfekte Bahnlektüre /-Musik -/Film

Wie schon gesagt. Bücher sind da kaum geeignet. Mein eigener RSS-Feed ist da die beste Lektüre. Daneben Musik aus Spotify, zumeist ruhiges. Filme im Zug sind zwar schön zur Ablenkung, aber doch sehr unhandlich, da das MacBook zu groß und das iPad zu klein ist.

 8. Hast Du schon ein nachhaltiges Erlebnis im Zug/auf dem Bahnhof gehabt?

Ja. Die habe ich öfters. Entweder lausche ich Telefonaten oder Gesprächen die meist einen erstaunlichen Einblick in deutsche Großunternehmen bieten, samt Betriebsgeheimnissen oder ich komme tatsächlich auch mit den Mitreisenden in Kontakt. Ganz besonders hier war eine ältere Dame auf dem Weg nach Frankfurt. Diese wollte nicht in Fahrtrichtung sitzen und Verknüpfte damit eine ganze Lebensphilosophie. Das Gespräch war sehr interessant.

 9. Was findest Du gut im Zug/am Bahnhof?

Ich bin meist schneller als mit dem Auto oder dem Flugzeug und dazu bei Ankuft zumeist mitten in der Ankunftsstadt, nämlich am Hauptbahnhof. Wenn der ICE dann noch WiFi besitzt, lässt es sich sogar sehr entspannt arbeiten. Darüber hinaus haben Zugfahrten immer etwas Meditatives. UND: Ich bin immer pünktlich. Wenn jeder Mensch eine geheime Superkraft hat, dann ist das meine. Mit mehreren tausenden Zugkilometern in 2012 komme ich auf höchstens 5 Minuten Verspätung pro Zug. Das schlimmste war eine halbstündige Verspätung aufgrund von Personen im Gleis.

 10. Was stört Dich im Zug/am Bahnhof?

Mitreisende die über 10 Minuten Verspätung auf der Strecke Hannover – Berlin schimpfen und es im blödesten Fall dann noch an der Zugbegleitung auslassen. Da bekomm ich echt etwas Wut.

Dazu kommen dann noch (meist sind es dieselben Personen) Mitreisende, die anscheinend von der Regelung „erst aussteigen, dann einsteigen“ noch nie etwas gehört haben.

 11. Gibt es eine Anekdote von einer Bahnfahrt die Du hier mitteilen möchtest?

Natürlich! Auf dem Weg nach Köln ertönte die Stimme des Zugbegleiters mit den Worten „Sehr geehrte Damen und Herren, beachten Sie bitte das Durchgänge und Türen von Gepäack, Kinderwagen und Sprengstoff freizuhalten sind“ Danach kam nichts mehr.

Brüllendes Gelächter ging durch das ganze Abteil.

Grundsätzlich sind mir die lustigen Zugbegleiter auf der Strecke Frankfurt – Köln sehr ans Herz gewachsen.

 12. Wie sieht für Dich der Personenverkehr der Zukunft aus?

Ich denke, dass sich lange Zeit nichts verändern wird. Benzin und Kerosin sind einfach noch zu billig. Meine Wunschvorstellung wäre allerdings ein doppelt und dreifach so gut ausgebautes ICE Netz. Am besten ähnlich dem in Japan und vor Ort entweder gute Nahverkehrsverbindungen oder ein funktionierendes Car Sharing mit Elektroautos.

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